Umsatz? Personalkosten? Wareneinsatz? Auslastung? Oder der Gewinn, bei dem du dich fragst: Wo ist der eigentlich geblieben?

Vielleicht läuft dein Salon sogar richtig gut. Der Kalender ist voll, das Team arbeitet, der Umsatz stimmt. Und trotzdem fühlt sich das Ergebnis am Monatsende nicht danach an. Genau diese Situation begegnet uns ständig, und fast nie liegt die Ursache dort, wo man zuerst sucht.

In diesem Artikel zeige ich dir, welche fünf Zahlen Saloninhabern am häufigsten Kopfschmerzen machen, warum hinter jeder davon meist mehr steckt, als man auf den ersten Blick sieht, was du selbst in fünf Minuten prüfen kannst und wann es sich lohnt, einen zweiten Blick von außen zuzulassen.

DIE FÜNF ZAHLEN, DIE SALONINHABERN AM HÄUFIGSTEN KOPFSCHMERZEN MACHEN

Welche Zahl dich beschäftigt, ist fast immer ein Hinweis darauf, wo die eigentliche Frage liegt:

Zahl Die Frage dahinter Richtwert aus dem Branchenvergleich
Umsatz Warum wächst er, ohne dass mehr bei mir ankommt? 80.000 bis 100.000 € Jahresumsatz pro Vollkraft
Personalkosten Habe ich zu viel Personal oder zu wenig Produktivität? Branchenschnitt 45,8 %, profitable Salons 40 bis 41 %
Wareneinsatz Verbrauche ich zu viel oder verkaufe ich zu günstig? 7 bis 11 % je nach Umsatzgröße
Auslastung Bin ich voll, aber zu schlecht bezahlt voll? Kein pauschaler Wert, entscheidend ist dein eigener Verlauf
Gewinn Wo ist das Geld geblieben? 20 bis 22 % Umsatzrentabilität in der Klasse 250.000 bis 500.000 €

Die Richtwerte stammen aus dem Sparkassen-Branchenreport und dem DATEV-Betriebsvergleich, den wir auch in unserem Beitrag zur Rentabilität im Friseurhandwerk heranziehen. Sie ersetzen keine Analyse deines Salons, aber sie zeigen dir, in welche Richtung du schauen solltest.

WENN ALLES LÄUFT UND DAS ERGEBNIS TROTZDEM NICHT STIMMT

Ein voller Terminkalender ist kein Beweis für einen profitablen Salon. Das ist unbequem, aber es ist der Kern des Problems: Auslastung und Umsatz zeigen dir, wie viel in deinem Betrieb passiert. Sie zeigen dir nicht, wie viel davon übrig bleibt.

Zwischen Umsatz und Gewinn liegen in der Regel mehrere Stellen, an denen Geld unbemerkt abfließt:

  • Personalkosten, die schneller wachsen als die Produktivität pro Mitarbeiter
  • Preise, die seit Jahren nicht mehr zur eigenen Kostenstruktur passen
  • Nachlässe und Ausnahmen, die jeder einzelne für sich klein, in der Summe aber teuer sind
  • Wareneinsatz, der steigt, ohne dass es jemand bemerkt, weil niemand ihn monatlich vergleicht
  • Ein Unternehmerlohn, der im Gewinn steckt und dadurch gut aussieht, obwohl er unter dem liegt, was ein angestellter Meister verdienen würde

Wie du deine Preise so aufstellst, dass sie am Monatsende tatsächlich ankommen, liest du in Preiskalkulation im Friseursalon.

HINTER JEDER ZAHL STECKT MEHR, ALS MAN AUF DEN ERSTEN BLICK SIEHT

Eine einzelne Zahl ist selten die Antwort. Meistens ist sie ein Symptom, und die Ursache liegt eine Ebene tiefer. Drei häufige Beispiele:

Die Personalkostenquote ist zu hoch. Der Reflex lautet: zu viel Personal. Häufig ist die Ursache eine andere, nämlich zu niedrige Produktivität pro Mitarbeiter, zu wenig Vorausbuchung oder ein Preisniveau, das die Arbeitszeit nicht abbildet.

Der Wareneinsatz steigt. Der Reflex lautet: Material wird verschwendet. Möglich, aber ebenso oft liegt es an Preisen, die den tatsächlichen Materialverbrauch nicht mehr abdecken.

Der Salon ist voll, der Gewinn dünn. Der Reflex lautet: mehr Kunden. Oft braucht es nicht mehr Auslastung, sondern bessere Preise oder ein anderes Verhältnis von Leistungen.

Genau deshalb lohnt es sich, nicht bei der Zahl stehen zu bleiben, die gerade wehtut, sondern zu fragen, was sie dir eigentlich zeigen will.

WAS DU SELBST IN FÜNF MINUTEN PRÜFEN KANNST

Bevor du jemanden dazu holst, kannst du mit deiner letzten BWA selbst einen ersten Eindruck gewinnen:

  1. Personalkostenquote berechnen: Personalkosten geteilt durch Umsatz, mal 100. Ein Rechenbeispiel: 9.600 € Personalkosten bei 20.000 € Monatsumsatz ergeben 48 %.
  2. Mit dem Richtwert vergleichen: Liegst du über 45,8 %, lohnt sich die Frage nach Produktivität und Vorausbuchung. Profitable Salons erreichen 40 bis 41 %.
  3. Materialeinsatz prüfen: Materialkosten geteilt durch Umsatz. Je nach Umsatzgröße sind 7 bis 11 % üblich.
  4. Umsatz pro Vollkraft ausrechnen: Jahresumsatz geteilt durch die Zahl der Vollzeitkräfte. Der Zielbereich liegt bei 80.000 bis 100.000 €.
  5. Gewinn ehrlich lesen: Ziehe gedanklich einen marktüblichen Meisterlohn ab und schau, was dann noch übrig bleibt.

Welche sieben Kennzahlen profitable Salons dauerhaft im Blick behalten, zeigen wir in Erfolgreich als Friseurunternehmer.

VIELLEICHT BRAUCHST DU GAR NICHT MEHR UMSATZ

Das ist die Erkenntnis, die viele Saloninhaber am meisten überrascht. Der erste Impuls bei einem unbefriedigenden Ergebnis lautet fast immer: mehr Kunden, mehr Termine, mehr Umsatz. Dabei fehlt häufig etwas anderes:

  • Klarheit darüber, was mit dem vorhandenen Umsatz tatsächlich passiert
  • Ein Vergleichswert, an dem du erkennst, ob ein Monat gut oder schlecht war
  • Ein einzelner Engpass, auf den du dich konzentrieren kannst, statt überall gleichzeitig zu optimieren

Wer das hat, muss nicht mehr arbeiten, um mehr zu verdienen. Er arbeitet gezielter.

SO SCHAUEN WIR BEI CONCIVITAS AUF DEINE ZAHLEN

Bei uns übernimmt Alwin den Blick auf die Zahlen. Er fängt nicht mit einer fertigen Empfehlung an, sondern mit deiner BWA. Dabei geht es nicht um Vorwürfe, sondern darum, herauszufinden, wo er als Erstes genauer hinsehen würde: bei den Personalkosten, bei der Preisstruktur, beim Wareneinsatz oder bei der Auslastung.

Dieser Ansatz hat einen einfachen Grund. Hinter einer Zahl steckt meistens mehr, als man auf den ersten Blick sieht, und die richtige Maßnahme hängt davon ab, welche Ursache tatsächlich dahintersteckt.

DEIN NÄCHSTER SCHRITT

Brauchst du wirklich mehr Umsatz, oder endlich Klarheit darüber, was mit deinem Umsatz passiert? Diese Frage lässt sich nicht aus dem Bauch beantworten, aber sie lässt sich mit den richtigen Zahlen schnell klären.

Als BAFA gelistete Berater begleiten wir bei Concivitas Consult seit über 30 Jahren Friseurunternehmer:innen dabei, genau diese Klarheit zu gewinnen.

Buche jetzt dein kostenfreies Erstgespräch und sag uns, welche Zahl dich gerade beschäftigt. Alwin schaut drauf.

 

FAQ - GEWINN IM FRISEURSALON

WARUM BLEIBT TROTZ VOLLEM KALENDER AM MONATSENDE SO WENIG GEWINN?

Weil Umsatz und Auslastung nur zeigen, wie viel in deinem Salon passiert, nicht wie viel davon übrig bleibt. Zwischen Umsatz und Gewinn liegen Personalkosten, Materialeinsatz, Nachlässe und der Unternehmerlohn, und an jeder dieser Stellen kann unbemerkt Geld abfließen.

WELCHE KENNZAHL SOLLTE ICH ALS ERSTES PRÜFEN?

Die Personalkostenquote. Sie gilt als zentraler Rentabilitätshebel im Friseurhandwerk und lässt sich mit einer einfachen Rechnung aus deiner BWA bestimmen: Personalkosten geteilt durch Umsatz.

WIE HOCH SOLLTE DIE PERSONALKOSTENQUOTE IM FRISEURSALON SEIN?

Der Branchendurchschnitt liegt bei 45,8 % des Umsatzes. Profitable Salons erreichen systematisch 40 bis 41 %, vor allem durch höhere Produktivität pro Mitarbeiter statt durch Kürzungen.

WIE HOCH IST EIN NORMALER WARENEINSATZ BEIM FRISEUR?

Je nach Umsatzgröße liegt der Materialeinsatz für Kabinett und Verkauf bei etwa 7 bis 11 % des Umsatzes. Liegt dein Wert deutlich darüber, lohnt sich der Blick auf Verbrauch und Preise gleichermaßen.

WAS IST DER UNTERSCHIED ZWISCHEN UMSATZ UND GEWINN IM SALON?

Der Umsatz ist alles, was Kunden bezahlen. Der Gewinn ist das, was nach Abzug aller Kosten übrig bleibt, und bei kleineren Betrieben zugleich das Gehalt des Inhabers. Ein hoher Umsatz sagt deshalb nichts darüber, ob dein Salon tatsächlich gut verdient.

WIE OFT SOLLTE ICH MEINE BWA LESEN?

Monatlich, nicht nur einmal im Jahr beim Steuerberater. Nur im monatlichen Rhythmus fallen Abweichungen früh genug auf, um noch gegenzusteuern.

WAS KOSTET EINE BERATUNG, UND GIBT ES FÖRDERMITTEL?

Die BAFA fördert Unternehmensberatung mit einem Zuschuss von 50 bis 80 % der Beratungskosten, je nach Bundesland, bei einer Bemessungsgrundlage von maximal 3.500 €. Das entspricht einem Zuschuss von 1.750 € bis 2.800 € pro Beratung.

WAS PASSIERT IN EINEM KOSTENFREIEN ERSTGESPRÄCH?

Wir schauen gemeinsam auf deine Zahlen und besprechen, welche Kennzahl dich gerade am meisten beschäftigt. Alwin sagt dir, wo er als Erstes genauer hinsehen würde, ehrlich und ohne Umwege.

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